Generell ist Parkettboden sehr angenehm im Tritt und gehört nicht zu den von Natur aus kalten Bodenbeläge wie das z.B. für Steinboden gilt. Trotz dieser Tatsache wird in manchen Fällen zusätzlich zum Parkett eine Fußbodenheizung gewünscht. Diese kann durchaus in Kombination mit dem Parkettboden eingebaut werden, hierzu sind jedoch einige wichtige Punkte zu beachten bzw. Vorkehrungen zu treffen. Durch die gewünschte Fußbodenheizung wird bspw. die Wahl der geeigneten Materialien beeinflusst. Nicht ohne Weiteres ist die Verlegung einer Flächenheizung mit jedem beliebigen Parkettboden möglich. Dieser Umstand sollte im Vorfeld unbedingt beachtet werden.
Vorbereitung des Untergrundes
Im Vorfeld der Verlegung eines Parkettbodens mit zusätzlicher Fußbodenheizung sollte klargestellt sein, dass eine Vorbereitung des Unterbodens stattfinden muss. Darüber hinaus gibt es Unterschiede in Bezug auf Fußbodenheizungen. Die für den Einbau geplante Fußbodenheizung muss hier bestimmte qualitative Anforderungen erfüllen. Und auch den Parkettboden selbst gilt es an diese Besonderheit anzupassen.
Unterboden Eigenschaften beachten!
Grundvoraussetzung im Hinblick auf den verwendeten Untergrund ist dessen Feuerfestigkeit, darüber hinaus muss die Eignung des Estrichs für den Einbau einer Fußbodenheizung und natürlich eines Parkettbodens garantiert sein. Infrage kommt aufgrund dieser Anforderungen fast ausschließlich Heizestrich. Alle anderen Estricharten eigenen sich weniger. Sollte bei einem bereits verlegten Parkettboden mit Fußbodenheizung eine andere Estrichsorte als Heizestrich verwendet worden sein, empfiehlt sich die umgehende Nachbesserung.
Kupferrohre halten lange
Im Hinblick auf das verwendete Rohrwerk empfiehlt sich aufgrund der hohen über einen langen Zeitraum bewiesenen Eignung Kupferrohr.
Nicht jede Sorte Parkett ist geeignet
Wie bereits erwähnt ist nicht jede Parkettsorte für die Verwendung in Kombination mit einer Fußbodenheizung geeignet. Der Wahl des richtigen Holzes kommt somit eine besondere Bedeutung zu. Parkett neigt generell dazu, sich aufgrund von Temperaturänderungen anzupassen, dies kann eine Ausdehnung aber auch ein Zusammenziehen des Holzes zur Folge haben. Der Einbau einer Fußbodenheizung bedeutet für das Parkett ein ständiges und vor allem starkes Schwanken der Temperatur. Gerade höheren Temperaturen muss das Parkettholz deshalb standhalten, ohne sich unvorteilhaft auszudehnen. Diese Voraussetzung erfüllen im Bereich der exotischen Parketthölzer z.B. Bambus und Olivenholz. Unter den in unserer Region beheimateten Hölzern kommen bspw. Nussbaum und Eiche in Frage, auf keinen Fall zu empfehlen ist die Verlegung von Ahorn- oder Buchenparkett.
Oberflächenbehandlung des Parkettbodens
Ist das passende Parkett verlegt, muss eine geeignete Oberflächenbehandlung durchgeführt werden. Hier ist eine Behandlung mit öl empfehlenswert. Bei geöltem Parkett werden im Gegensatz zu versiegeltem Parkett keine Poren geschlossen. Für das Parkett bedeutet das, dass es atmen und auf Veränderungen von Temperatur und Feuchtigkeit besser reagieren kann. Für die Verwendung mit einer Fußbodenheizung stellt die Oberflächenbehandlung mit öl somit ein Muss dar.
Das passende Parkett
Im Zentrum der Betrachtungen steht neben der Auswahl des Estrichs, der Entscheidung für das passende Parkett und dessen Oberflächenbehandlung ebenfalls die Art, wie das gewünschte Parkett verlegt werden soll. Entgegen der Behauptung einiger Hersteller passen Fußbodenheizung und Parkett, das schwimmend verlegt wird, nicht zusammen. Der Grund hierfür ist die Tatsache, dass bei Parkett, das schwimmend verlegt wird, kleine Luftpolster entstehen, die eine Isolationsfunktion zwischen Heizung und Fußbodenoberfläche ausüben. Für die Wärme, die von der Fußbodenheizung ausgeht, ist es somit sehr viel schwerer bis zur Parkettoberfläche durchzudringen. Nochmals verstärkt wird dieser Effekt durch den Einbau von Trittschall. Die Trittschallmatte mit einbezogen müssen damit 2 zusätzliche Schichten auf dem Weg von Fußbodenheizung bis Parkett überwunden werden. Dies ist alles andere als ideal und wirkt dem, was eigentlich durch eine Fußbodenheizung erreicht werden soll, entgegen. Ein großer Teil der Wärme, die für die Parkettoberfläche bestimmt ist, verteilt sich in den Schichten zwischen Heizung und Parkett. Das Ziel, den Fußboden angenehm zu wärmen wird dadurch nicht erfüllt, deshalb kommt lediglich die vollflächige Verklebung in Frage.
Verkleben
Durch die Verklebung des Parketts über die gesamte Fläche wird verhindert, dass sich die Wärme auf eventuelle Zwischenschichten verteilt. Somit ist unter Voraussetzung der Verwendung entsprechender Materialien nichts gegen eine Kombination von Fußbodenheizung und Parkettboden einzuwenden.









